Oderbruch-Warthe.de

Das Oderbruch

Die Niederungslandschaft wird östlich durch die Oder begrenzt. Nördlich erstreckt sie sich bis zum Südrand der Uckermark nahe Liepe und wird westlich vom Höhenrücken des Barnim und der Lebuser Platte (ungefähr entlang der B167) eingefasst. Bei Lebus liegt der südliche Anschluss. Das Gebiet hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 60 km. Die größte Ost-West-Ausdehnung beträgt ca. 18 km und die Fläche etwa 60.000 Hektar.

 

Das Land zwischen Berlin und der Oder kann mit Fug und Recht zu den abwechslungsreichsten Landschaften der Mark Brandenburg gerechnet werden. Ausgedehnte Kiefernwälder, abgelöst von Höhenzügen voller dichtem Mischwald und tief eingekerbten kühlen Schluchten, und dann schließlich die bis an den Horizont reichende fruchtbare Auenlandschaft des Bruches, prägen diese Region.

 

Diese landschaftliche Vielfalt ist das Ergebnis der letzten Eiszeit. Vor rund 20.000 Jahren waren hier von den Gletschern gewaltige Erd- und Gesteinsmassen bewegt worden, deren Ablagerungen das heutige Hügelland der Märkischen Schweiz formten. Beim Abtauen bildeten die Schmelzwasserströme die tiefen und steilen Hänge. Das zurückbleibende Eis hinterließ die Seen und Sümpfe.

 

Das ursprüngliche Bild hat mit dem heutigen Zustand kaum etwas gemeinsam. Die Niederung war von unzähligen Wasseradern durchzogen. Bei jedem größeren Hochwasser, also mindestens zweimal im Jahr, wurden sie weit überflutet. Der Hauptstrom floss damals langsamer und schlug andere Wege ein, da ihm durch die zahlreichen Nebenarme große Mengen Wasser entzogen wurden.

 

Nach der Trockenlegung des Oderbruchs Mitte des 18. Jahrhunderts wurde eine Kulturlandschaft geschaffen, die sich zur Kornkammer Preußens und zum Gemüsegarten von Berlin entwickelte und Heimat vieler verschiedener Völkergruppen wurde.


Online-Karte von
Märkisch Oderland