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Flora und Fauna

Die Flora und Fauna ist im Oderbruch sehr artenreich. Jedoch ist der vorwiegend aus Eichen, Erlen, Birken, Pappeln und Rüstern bestandene „Auenwald" heute durch die Kultivierungsarbeiten bis auf wenige Reste bei Genschmar verschwunden.

In diesem Wald wuchsen auch Lianen, Hopfen, die große Winde, Bittersüßer Nachtschatten, Klebkraut und Windenknöterich als Schlingpflanzen. Die Altwässer im Odertal haben eine große Bedeutung, da sie die Pflanzenbestände am besten bewahrt haben. Auf der Wasseroberfläche finden wir die Wasserrosen. Als Uferpflanze säumt Schilf die Gewässer, aber auch Schlammschachtelhalm, Sumpfdotterblume und Katzenstern sind zu finden.

Wiesenfuchsschwanz, Timothe, Wolliges Honiggras, Wiesenrispe sowie andere Gras- und Ampferarten, das Wilde Stiefmütterchen, Wegerich und Vergißmeinnicht geben den Überschwemmungswiesen zu jeder Jahreszeit ein buntes Aussehen. Roter Klatschmohn, die Blaue Kornblume und die Kornrade sind auch wieder auf den Feldern zu finden. Auf den pontischen Hängen finden wir Pflanzen, die zu den Seltenheiten zählen. Dazu gehören unter anderem das Adonisröschen, Buschwindröschen, Küchenschelle, Ehrenpreis und die Königskerze. Den Kunersdorfer Park zieren die Winterlinge. Der Windhalm ist nach wie vor eine vom Oderbruchbauern unbeliebte Pflanze.

Die Krappflanze, aus der man roten Farbstoff für die Textil- und Haarfärbung gewann, war hier einmal beheimatet. Eine Krappmühle stand in Carlswerk/ Sophienhaus bei Hohenfinow.

Je weiter der Einfluss des Menschen im Oderbruch zunahm, um so mächtiger war sein Eingriff in die Lebensgemeinschaften der Tiere und Pflanzen.

Im Oderbruch muss auch einmal der Bär heimisch gewesen sein, denn in Letschin wurde 1604 in einer Gerichtsverhandlung vom Landesherren verboten, Zäune aufzurichten, weil dadurch „denen von Sydow die Jagd auf Bären und Luchse erschwert würde" (Mengel, II S, 157).

In den Gewässern finden wir eine Vielfalt hier lebende Fische, wie z. B. Aale, Zander, Hechte, Schleie und Plötzen.

Der Name Quappendorf gibt noch heute über seinen Ursprung Auskunft. Einst gab es hier soviel Quappen, dass man nicht alle verwerten konnte. Sie wurden in schmale Streifen geschnitten, getrocknet und wie Kienspan zum Leuchten angezündet, wie bei Fontane in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" nachzulesen ist.

Viele Vogelarten wie Schwäne, wilde Gänse, Enten, Wasserhühner, Reiher, Kraniche, Kiebitze und Milane wurden von de Artenvielfalt des Nahrungsangebotes im Oderbruch angezogen. Auch Fasane, Bussarde und viele Singvogelarten leben hier.

Noch heute ist das Oderbruch die Heimat des Storches. Enten, Gänse und Schwäne nutzen das Odergebiet als Durchgangsstraße und Rastplatz. Lach- und Silbermöwen, Graugänse und Rohrweihen fühlen sich auf den vielen Gewässern wohl. Sogar Eisvögel kann man wieder beobachten. Der Igel, das Wildschwein, der Rothirsch, das Reh, das Eichhörnchen und auch der Feldhase und Biber gehören zu den häufig vorkommenden Säugetieren.


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Märkisch Oderland