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Trockenlegung

Bereits im 16. und 17. Jh. wurden von dem Kurfürsten Versuche unternommen das Oderbruch vor Überschwemmungen zu schützen. Friedrich Wilhelm I. ließ den Damm von Zellin bis Lebus errichten.

 

Hier habe ich im Frieden eine Provinz erobert, die mich keinen Soldaten gekostet hat", soll Friedrich II. vom westlichen Höhenrand des Bruches ausgerufen haben.

vor der Trockenlegung:

Vor der Trockenlegung

nach der Trockenlegung:

Nach der  Trockenlegung

Denn er gab 1747 den Startschuss für den Beginn der Trockenlegung des Niederoderbruches. Erdaushubarbeiten und Dammaufschüttungen wurden begonnen. Bei Hohenwutzen wurde 1748 eine Brücke errichtet. Die Arbeiten wurden verzögert durch Hochwasser, eingeschleppte Seuchen, Militärdienste und mutwilliger Zerstörungen.

Von Güstebiese bis Hohensaaten wurde ein Kanal als neues Bett für die Oder gegraben.

Am 2. Juli 1753 wurde der Oderdamm bei Güstebiese durchstochen. Der Oderlauf verkürzte sich damit um 26 km, gleichzeitig errichtete man eine Erhöhung des Gefälles und somit der Strömgeschwindigkeit. Mit diesem neuen Verlauf flossen die Wassermassen schneller ab und das Oderbruch konnte für die Landwirtschaft genutzt werden. Infolge der Trockenlegung wurden 320 km² Land kultiviert, 43 Dörfer neu gegründet und 1.200 Familien angesiedelt.

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Märkisch Oderland