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Trockenlegung

Das unproduktive und fast menschenleere Land an Oder und Warthe bewog die preußische Herrschaft, ein umfangreiches Projekt zur Gewinnung von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen durch Trockenlegung zu erarbeiten und durchzuführen.

 

Im Jahre 1767 begannen die zuvor vom Oberst von Petri geplanten Arbeiten zur Trockenlegung des Warthebruches und zur Regulierung des Flusses. Von Landsberg (heute: Gorzow) bis Küstrin (heute: Kostrzyn) wurde die Warthe eingedeicht. Der finanzielle Aufwand war enorm. Im Jahre 1785 war die Trockenlegung vollendet und Siedlungsraum für ca. 15.000 Menschen geschaffen worden. In der Endphase des Projektes wurde die Mündung der Warthe in die Oder nach sorgfältiger Planung in ein neues Flussbett – den so genannten Friedrich - Wilhelm - Kanal verlegt. Diese Maßnahme sollte den Druck der Wassermassen der Oder auf die Festung nehmen. Seit dieser Zeit mündet die Warthe nördlich der Altstadt in die Oder. Die alte Flussmündung wurde allmählich zugeschüttet und erst 1817 geschlossen.

 

Weitere Deiche entstanden 1829 nördlich von Küstrin. 1855/56 wurde südlich der Stadt die „Göritzer Aue“ mit ihren sehr fruchtbaren Böden durch umfangreiche Arbeiten erschlossen.

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Märkisch Oderland