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Landwirtschaft

Die in der Zeit Friedrich des Großen durchgeführten Arbeiten zur Melioration des Gebietes ermöglichten erst durch Rodung der Wälder und Eindeichung und Trockenlegung eine landwirtschaftliche Nutzung. Das gewonnene Land den Siedlern zwecks landwirtschaftlicher Nutzung überlassen. Rinder, Pferde und Hausgänse wurden auf der Weide gehalten und Heu eingebracht. Infolge dieser langjährigen landwirtschaftlichen Nutzung entstanden einzigartige offene Brutbiotope für Vögel. Noch heute prägt diese Art der Landwirtschaft die Warthemündung.

 

Diese Nutzungsweise ist nicht nur erlaubt, sondern aus der Sicht des Vogelschutzes sogar erwünscht. Wiesen und Weideland mit seichten Überschwemmungs- gewässern sind ein günstiges Brutbiotop für viele Vögel. Infolge des Niedergangs der Landwirtschaft und die dadurch fehlende intensive Nutzung wachsen leider die Wiesen und Weideplätze an vielen Stellen wieder zu. Es hat eine Flächenreduzierung offener Biotope, und im Endeffekt auch die Minderung der Zahlenstärke von vielen seltenen und vom Aussterben bedrohten Vogelarten zu Folge. Die Wiederaufnahme des extensiven Abweidens und der Mahd auf dem Wiesen- und Weideland böte die Chance, diese ungünstigen Biotopveränderungen aufzuhalten und dadurch Populationsstärken der Vögel zu steigern.

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Märkisch Oderland