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Warthemündung

Das Gebiet der Warthemündung wird im deutschen Sprachgebrauch auch als „Warthebruch“ bezeichnet. Die sprachliche Anlehnung an das Oderbruch deutet auf den Charakter dieser Landschaft hin. Der Niederungsbereich wird von einer Vielzahl kleinerer Flüsse durchzogen. Diesen Flüssen, die kontinuierlich Schlamm anschwemmten, verdankt die Warthemündung ihre fruchtbaren Böden. Im 18. Jahrhundert wurde die Warthe eingedeicht, reguliert und ein Netzwerk kleinerer Flüsse angelegt. Von diesem System abgeschnittene ehemalige Flussbetten blieben als so genannte „Altarme“ erhalten. Sie treten in Überschwemmungszeiten mit diesem System wieder in Verbindung und erreichen eine Größe bis zu einem Hektar. Der Wasserstand der Warthe und dem damit verbundenen System schwankt oftmals beträchtlich. In der Regel verzeichnet die Warthe im Frühjahr die höchsten und im Spätsommer die niedrigsten Wasserstände.

Die Regulierung des Flusses hat eine Landschaft geschaffen, die sowohl landwirtschaftlich genutzt, als auch zahlreichen geschützten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet. Deshalb wurden große Teile der Warthemündung unter Schutz gestellt. Der National- und Landschaftspark „Park Narodowy Ujscie Warty“ ist einer der größten Polens. Dieses Gebiet bietet eine Fülle von Zeugnissen der Geschichte, Kultur, Natur und Tourismus.

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Märkisch Oderland